Wettkampfbericht von Ricardo Rudy

74

Unter beson­de­ren, Coro­na-beding­ten Umstän­den fan­den am Wochen­en­de die Kunst­turn-Staats­meis­ter­schaf­ten in Egg im Bre­gen­zer Wald statt.

Zunächst muss­te ich am Don­ners­tag einen PCR-Test machen, der zum Glück nega­tiv war. Dann am Frei­tag das ers­te Trai­ning vor Ort in der mei­ner Mei­nung nach sehr schö­nen Wettkampfhalle.

 

Am Sams­tag stan­den dann, nach einem wei­te­ren Coro­na-Test, die Mehr­kampf und Team Ent­schei­dun­gen an. Und zwar ohne Publi­kum und mit Mas­ken­pflicht für alle, die sich nicht gera­de am Gerät befan­den. Trotz die­ser Umstän­de und Auf­la­gen, hat das Orga­ni­sa­ti­ons­team gute Arbeit geleis­tet und einen schö­nen Wett­kampf veranstaltet.

Bis auf ein paar klei­ne Feh­ler und Unsi­cher­hei­ten inklu­si­ve einem Total­ver­sa­gen bei mei­nem Reck­ab­gang gelang mir ein ganz pas­sa­bler Mehr­kampf, der mir am Ende den drit­ten Platz, hin­ter Xan­di (Alex­an­der Ben­da) und Stru­del (Manu­el Arnold) ein­brach­te. Ähn­lich wie mein Mehr­kampf war die Vor­stel­lung der gesam­ten OÖ-Mann­schaft (Jakob Lindlbau­er, Seve­rin Kranzl­mül­ler, Tobi­as Wel­lin­ger, Vin­cent Lind­point­ner und ich). Nicht per­fekt, mit dem ein oder ande­rem grö­ße­rem Feh­ler, ansons­ten aber soli­de. Am Ende reich­te es hier für Platz 2 hin­ter dem Team aus der Steiermark.

Neben den bei­den Medail­len konn­te ich mir auch einen Start­platz für 5 der 6 (kein Reck) am Sonn­tag statt­fin­den­den Gerä­te­fi­na­li sichern.

 

Boden war am Sonn­tag das ers­te Gerät, ich gleich der Ers­te Tur­ner und gemein­sam mit Xan­di Favo­rit. Wir zwei tur­nen fast exakt die glei­che Boden­übung mit dem sel­ben Aus­gangs­wert, hier ging es also um den Titel, wer von uns bei­den sei­ne Übung schö­ner tur­nen konn­te. Ich leg­te mit zu vie­len wack­li­gen Lan­dun­gen vor, was Xan­di nut­ze um sich dann den Sieg zu holen. Für mich blieb dann nur die Sil­ber­me­dail­le übrig.

Dann, am Pferd, gab es ein etwas kurio­ses Fina­le… Der Gaul war ziem­lich bockig und schmiss einen nach den ande­ren run­ter. Nur Sevi (Seve­rin Kranzl­mül­ler) und ich konn­ten, wenn auch nicht mit schö­nen Übun­gen, oben blei­ben. Kurz gesagt, es waren 5 schlech­te Übun­gen, mei­ne war jedoch am wenigs­ten schlecht und so konn­te ich mir mit 12,7 Punk­ten (am Sams­tag turn­te ich 13,65) den Titel am Pferd holen.

An den Rin­gen stand Vin­zi (Vin­zenz Höck) schon als Sie­ger fest, bevor über­haupt geturnt wur­de. Er hat im Okto­ber den ers­ten Welt­cup­sieg über­haupt für Öster­reich geholt und turn­te im Fina­le ein bis 2 Punk­te mehr Aus­gang als der Rest. Ich konn­te mir aber mit einer soli­den Übung hin­ter Vin­zi und Sevi die Bron­ze­me­dail­le holen.

Am Sprung war es wie am Boden ein Duell zwi­schen Xan­di und mir. Dies­mal leg­te er vor und stürz­te bei sei­nem ers­ten Sprung. Ich muss­te also nur bei­de mei­ner Sprün­ge auf die Füße brin­gen, was ich auch tat und hol­te mir somit die zwei­te Gold­me­dail­le an die­sem Tag.

Am Bar­ren war ich dann schon lei­der etwas müde. Ich ver­turn­te fast den Schwei­zer­hand­stand am Ende mei­ner Übung, ein rela­tiv ein­fa­ches Basis­ele­ment im Tur­nen, und wur­de so nur vier­ter an die­sem Gerät.

 

Alles in allem kann ich als zweit­erfolg­reichs­ter Tur­ner des Wett­kamp­fes auf ein gelun­ge­nes Wochen­en­de zurück­bli­cken. Zu dem habe ich mei­ne ers­ten bei­den Ein­zel-Staats­meis­ter­ti­tel gewon­nen und bin froh, die­se für einen so irren Ver­ein gewin­nen zu können.

 

Dan­ke, dass ihr mich so unterstützt!!!