Foto: Norbert Rudy

Ricardo Rudy, Kunstturner im WTV

Foto: Norbert Rudy

Ricardo Rudy bei den Landesmeisterschaften am 28.10.2017 im TULZ Linz

Foto: Norbert Rudy

Ricardo Rudy bei den ÖFT Staatsmeisterschaften am 3. bis 5.11.2017 in Mattersburg

Vergangenes Wochenende, am 4. & 5. November, fanden in Mattersburg die Staatsmeisterschaften statt. Für mich waren es meine ersten Staats als Senior, da letztes Jahr mein Wettkampf schon vor Beginn, nach dem Training in der Wettkampfhalle am Freitag, schon vorbei war. Große Ziele hatte ich eigentlich im Vorfeld nicht, da der Wettkampf für mich erst wieder ein Einstieg ins nationale Turngeschehen war. Ich wollte lediglich in eines der am Sonntag anstehenden Gerätefinale, da ich sonst am Samstag schon nach Hause gefahren wäre.

Im Mehrkampf am Samstag spielte ich keine Rolle, da ich nach wie vor kein Reck turnen konnte. Auch turnte ich an den übrigen Geräten noch meine „einfacheren Juniorenübungen“, was es umso schwieriger machte, mich für Sonntag zu qualifizieren. Doch glücklicherweise schaffte ich dies gleich an zwei Geräten, am Boden und am Pferd.

Da sich pro Gerät nur fünf Turner fürs Finale qualifizieren, besteht in diesem für jeden Starter eine realistische Chance auf eine Medaille, welche ich zweimal mit sauberen Übungen nutzte und am Boden die Bronze- und am Pferd die Silbermedaille gewann.

So ein Start in die Seniorenwettkämpfe ist natürlich sehr motivierend, und zusätzlich sind die zwei Medaillen ein gutes Argument, mich im Leistungssportprogramm des Bundesheeres nächstes Jahr aufzunehmen.

Jetzt ist es erstmal wieder vorbei mit Wettkämpfen, was für mich bedeutet, neue Elemente zu lernen, aus meinen Juniorübungen seniorreife Übungen machen, und so 2018 in den Qualis für EM und WM vorne mitturnen zu können.

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Letztes Wochenende (21./22.10.2017) fand in Maribor in Slowenien das Salamun Memorial statt und ich durfte dort – nach einem Jahr verletzungsbedingter Pause – endlich wieder einen Wettkampf turnen. Dement-sprechend lief er auch für mich: Mir passierten einige Fehler, die teilweise unnötig, teilweise aufgrund des Trainings aber auch vorhersehbar waren, womit ich keinesfalls unzufrieden sein kann. Da ich am Reck mit meinem zuvor verletzten Handgelenk noch keine Drehungen und keinen Ellgriff machen kann und sich mein sonstiges Können an diesem Gerät in Grenzen hält, startete ich nur an den übrigen 5 Geräten. An zwei davon, Boden und Ringe, konnte ich mich mit viel Glück sogar für das am nächsten Tag anstehende Finale qualifizieren, bei dem ich jedoch schlechter als am Vortag geturnt habe. Da immer nur die ersten 3 pro Gerät aufgerufen wurden und die Organisation vor Ort generell nicht überragend war, weiß ich nicht einmal, wievielter ich geworden bin. Ich kann nur sagen, dass ich keine Medaille gemacht habe.

Alles in allem bin ich trotzdem sehr zufrieden mit dem Wettkampf, da er mir gezeigt hat, dass es wieder vorwärts geht!!